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Paleo „Ernährung“: Wie viele Mahlzeiten machen Sinn? Teil 2

Fortsetzung: Oder Sie verlegen Ihre Hauptmahlzeit einfach auf abends, während Sie tagsüber nichts, oder so gut wie fast nichts essen. Bevor Sie jetzt empört, die Hände über den Kopf zusammenschlagen lesen Sie bitte weiter. Dieser Ansatz stammt von Ori Hofmekler, der die Warrior Diät populär (überwiegend in den USA) gemacht hat. Die Warrior Diät ist keine klassische Spargel und / oder Eier Diät, nein sie ist eine Lebenseinstellung.

Die Grundlage für die Warrior Diät ist ähnlich dem Paleo-Lifestyle.

Zur Wiederholung: Unsere Vorfahren waren angewiesen, tagsüber große Leistungen zu bringen, ohne große Mahlzeiten dabei zu konsumieren. Sie jagten den ganzen Tag, sammelten Beeren usw. daher konnten sie im Großen und Ganzen keine hohen Nahrungsmengen verzehren, da sie durch ihre Instinkte ständig in Alarmbereitschaft sein mussten. Abends wurde dann zusammen die Ausbeute, die den Mittag lang erwirtschaftet wurde, aufgeteilt und gegessen. Dort aß man zusammen, bis man in der Regel satt war. Unsere Instinkte haben sich seitdem nicht verändert.

Sie wurden nur dank ständig wechselnder Ernährungs-Gesetzen in bestimmte Grenzen verwiesen….

Und wer kennt das Problem nicht? Nach einer üppigen Mahlzeit fühlt man sich schlapp und müde und das Wiederaufnehmen der Arbeit (oder sonstige Tätigkeit) mit vollem Magen fällt einem unwahrscheinlich schwer. Und genau hier setzt Ori Hofmekler seine Argumentationskette für die Warrior Diät in Gang. Die Warrior Diät unterscheidet zwischen eine „Undereating Phase“ und einer „Overeating Phase“.

Die “Overeating”-Phase dient der natürlich benötigten Nährstoffzufuhr. Dadurch wird der Parasympathikus angeregt, welches Regeneration und Ruhe fördert. Das bedeutet, die eigentliche Hauptmahlzeit findet abends statt. Die Overeating-Phase am Abend beginnt mit Salat, Gemüse und ein wenig Obst. Darauf folgt Fett und Eiweiß. Am Schluss gibt es Kohlenhydrate, die laut Hofmekler aber nicht unbedingt aus Süßigkeiten bestehen sollten.

In der “Undereating” Phase nimmt man lediglich etwas Rohkost (Obst), ein paar Nüsse zu sich. Das hat den Vorteil, das über den Tag verteilt, keine unnötige Energie für die Verdauung verbraucht wird. Im Prinzip doch genau das, was wir wollen: Tagsüber leistungsfähig sein und abends relaxen, regenerieren und zur Ruhe kommen.

Ein weiteres Argument für die Undereatingphase laut Hofmekler ist, das in jener Phase, der Körper genügend Zeit hat, um sein Entgiftungsprogramm durchzuführen und nicht gestört wird durch ständige (üppige) Mahlzeiten. Ganz wichtig ist für alle, die diese Ernährungsweise praktizieren möchten, viel Flüssigkeit aufzunehmen, mindestens 3 Liter am Tag, idealerweise Wasser. Damit werden alle Schadstoffe aus dem Körper gespült, die in größerer Menge anfallen.

Zurück zu den Phasen: Over- und Undereating:

Die Phase des Undereating sorgt dafür, dass unser sympathisches System (verantwortlich für unser Kampf- oder Fluchtverhalten)) aktiv bleibt  sprich, der ideale Zustand, um aufmerksam und allzeit bereit für den nächsten Kampf (wie immer der aussehen mag 😉 zu bleiben. Oder, wie es unsere Vorfahren taten, um auf die Jagd nach Nahrung zu gehen.

Die Overeating-Phase aktiviert auf der anderen Seite das parasympathische System, welches zu großen Teilen für das zur Ruhe kommen und die Verdauung der Nahrung zuständig ist. Der parasympathische Teil ist auch und für die Körper- Kraftregeneration zuständig.

Der Ansatz von Ori Hofmekler ist sehr interessant, weil gerade dieser mit dem Paleo-Lifestyle ziemlich konform geht. Wer mehr darüber wissen möchte, dem habe ich unter diesem Artikel weiterführende Links eingebaut.

Kurzes Fazit:
Regeln in Bezug auf: "Wie viele Mahlzeiten machen Sinn?“ gibt es viele. Es macht keinen Sinn diese dogmatisch zu befolgen, wenn der eigenen Körper komplett anderes tickt. Dieser Artikel soll zum Nachdenken anregen und nicht als Regelwerk dienen. Wichtig ist, dass man auf seine innere Stimme hört und das geht nur, wenn man nicht ständig am Kauen ist 😉

Das Buch von Ori Hofmekler (auf Englisch)

Webseite: Die Warriro Diät (auf Englisch)

Webseite: Erfahrung und Meinung zur "Warrior Diät" (Deustch)

Bildquelle: berwis / www.pixelio.de


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