Der natürliche Schlaf

Natürlich schlafen

Vor über Millionen Jahre wurde der Schlafrhythmus der Steinzeitmenschen von der Natur mit ihrem Licht-Dunkelwechsel bestimmt. So entwickelte der Mensch einen charakteristischen Biorhythmus mit alltäglichen Leistungshoch und dem Leistungstief.

Das Sonnenlicht ist der wesentliche, bestimmende Faktor. Es regelt die innere Uhr, jeden Tag auf das Neue. Einen 24 Stunden-Takt mit Aktivität sowie Ruhezeiten. Doch seitdem es Lampen, Fernseher und Nachtbars gibt, bleibt der Mensch viel länger auf und bringt den natürlichen Biorhythmus durcheinander. Die Folgen sind Übermüdung und Schlafmangel. Dadurch entstehen wiederum Unfälle und Krankheiten. Man sieht sie nicht, man hört sie nicht, aber die innere Uhr des Körpers tickt.

Wer zeitig ins Bett geht und mit den Hühnern aufsteht, gilt in unserer Gesellschaft als fleißig. Wer in den Tag hinein schläft, hat den Ruf als Faulenzer. Wissenschaftler behaupten, dies sei nicht richtig. Schuld daran sind die Gene bzw. die innere Uhr. Die innere Uhr tickt von Mensch zu Mensch leicht verschieden und individuell. Bei Langschläfern beginnt der regelmäßige Turnus etwas später. Sie können daran kaum etwas ändern, denn alles läuft nach einen inneren, festgelegten Zeitprogramm. Der Biorhythmus ist genauso alt wie das Leben selbst. Die innere Uhr lässt sich kaum verstellen, weil der innere Rhythmus schwankt, zwischen 23,5 und 25 Stunden. Dabei pendelt er sich jeden Tag neu auf 24 Stunden ein.

Bei unseren Vorfahren wurde der Tagesablauf überwiegend durch die Sonne bestimmt. Man ging zu Bett wenn die Sonne unter- bzw. man stand auf wenn die Sonne aufging. Der natürliche Schlafrhythmus wurde damals, wie auch heute, durch das Hormon Melatonin, was in der Zirbeldrüse gebildet wird, geregelt. Durch unsere heutige Technik, allen voran durch die künstlichen Lichtquellen, gerät die Melatonin Produktion aus den Fugen und wir werden nicht so schnell müde.

Dies kann den ganzen Schlafrhythmus komplett durcheinander bringen. Daher sollte man, um dem entgegenzuwirken, das Schlafzimmer abdunkeln und keine störende Lichtquellen im Zimmer besitzen.

Im Wechsel von Tag und Nacht sinkt und steigt die Körpertemperatur, so verändert sich die Sensibilität der Nerven, aber auch der Hormonspiegel im Blut. Schmerzen werden tagsüber weniger stark empfunden als nachts.

Das Sonnenlicht vermittelt immer gleichzeitig unseren inneren Uhr, die jahreszeitlichen Rhythmen. Manche Tiere halten Winterschlaf, viele Pflanzen sich nach dem Rhythmus der Natur fort. Der Biorhythmus ist extrem wichtig, denn, wer seine innere Uhr kennt und nach ihr lebt, dem geht es gut und leistet viel mehr. Wer gegen seiner inneren Uhr arbeitet, wird krank und belastet den Körper und die Seele. Auch die Haut des einzelnen Menschen hat einen Biorhythmus.

Da unsere Vorfahren keine Heizung oder ähnliches besaßen, war die Temperatur dementsprechend niedrig. In unseren Zimmern ist eine Temperatur von ca. 23°C keine Seltenheit. Optimale Raumtemperaturen zum Schlafen wären jedoch um die 17 C. Daher, Fenster auf (oder kippen), Heizung ausschalten und sich warm einkuscheln.

Ab 17 Uhr beginnen sich die Hautzellen der Oberschicht zu teilen und erneuern die äußere Schutzschicht des Körpers. Gegen 5 Uhr in der früh ist die Arbeit beendet. Wer also mit den Hühnern ins Bett geht, altert schneller. Auch sollte man unbedingt vor 24 Uhr ins Bett gehen, denn dieser Schlaf ist der tiefste und beste Schlaf. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, dass gilt auch für den Schlaf. Das regelmäßige Einhalten von Gewohnheiten ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für gesunden Schlaf.

Weitere (einfache) Tipps:

Tipp: Bewegung fördert gesunden Schlaf

Grundsätzlich schläft man besser, wenn man sich täglich bewegt.  Sorgen Sie dafür, dass Sie sich täglich intensiv bewegen. Das kann ein zügiger Spaziergang sein oder Sie entscheiden sich für eine Sportart, die Ihnen Freude bereitet.

Hinweis: Legen Sie Ihre Bewegung aber nicht in die Abendstunden, sonst bewirken Sie genau das Gegenteil: Das Herzkreislaufsystem wird angeregt und an Schlaf ist erst einmal nicht zu denken.

Tipp: Abendlicher Informationsüberflut

Viele versuchen sich abends durch Fernsehen oder Surfen am Computer zu entspannen. Die Informationsflut im Word Wide Web bringt jedoch genauso wenig Entspannung, wie ein spannender Film oder ein aufregender Dokumentationsfilm.

Schalten Sie mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen Fernseher und Computer aus. Stimmen Sie sich auf Nachtruhe ein, indem Sie ein Buch lesen, sanfte Musik genießen oder ähnliches.

Tipp: Ernährung und Getränke am Abend

Wer kurz vorm schlafen gehen eine sehr schwere Kost zu sich nimmt, wird in der Regel schlechter schlafen. Zwischen dem zu Bett gehen und der letzten Mahlzeit sollten mindestens 2-3 Stunden vergangen sein.

Bildequelle: Rainer Sturm  / pixelio.de

 

 

 

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3 Responses to “Der natürliche Schlaf”

  1. Janis sagt:

    Super Artikel, der Schlaf ist einfach ungemein wichtig – das erkennen zu wenig Leute. Sie beschäftigen sich mit Ernährung und Sport, beachten allerdings kaum den Aspekt des Schlafes für die Gesundheit.

  2. Markus sagt:

    So etwas ähnliches habe ich jetzt schon öfters gelesen und mich mir hat sich dann immer eine Frage aufgedrängt: Kann man wirklich allgemein sagen, dass Menschen nachts besser/tiefer/erholsamer schlafen? Es steht zwar im Text, dass die innere Uhr leicht verschieden tickt und manche Menschen natürlicherweise morgens länger schlafen würden, aber gibt es nicht auch natürliche nachtwache Menschen?
    Ich meine die Steinzeitmenschen haben sicher nicht alle gleichzeitig geschlafen und wenn dann haben sie das kaum lange überlebt. Und wenn sowieso jede Nacht jemand wachen muss, würde es dann nicht Sinn machen, wenn das immer die Gleichen machen würden. Denn dann hätten alle einen festen Rhythmus und der ist doch wichtig, oder?

    Und manchmal schläft man doch besser ein, wenn es hell und warm ist, zum Beispiel, wenn man im Sommer in einer Wiese liegt und es ziemlich warm und hell ist. Und laut dem Text sollten das doch suboptimale Bedingungen sein?

    Warum jemand der mit den Hühnern ins Bett geht früher altert, weil sich die Haut ab 17 Uhr erneuert leuchtet mir nicht ein.

    Ansonsten ein gut verständlicher und interessanter Artikel.

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