Die vielschichtigen Anwendungen des Kokosöls Teil 1

Das Kokosöl in der praktischen Anwendung

Wie vielschichtig die Kokosnuss bzw. Kokosöl  ist, habe ich bereits in meinen Blog-Artikel: „Kokosöl, das grüne Gold“ kurz angerissen. In diesem Blog-Artikel lag der Schwerpunkt deutlich auf die Anwendungsmöglichkeiten des Kokosöls in Verbindung mit einer abwechslungsreichen und gesunden Ernährung. Dass aber das Kokosöl auch außerhalb des Körpers seine Anwendung  findet, das möchte ich mit diesem Artikel ausführlich erläutern.

Ob Sie Kokosöl nutzen um Ihre Haare zu pflegen, Ihre Haut zu behandeln oder ob  sie das Öl als natürliches Deodorant benutzen, oder gar als Raumduftspender verwenden,  das liegt am Schluss letztendlich bei Ihnen.

Auf jedenfall sollten Sie ab jetzt das Kokosöl als ein Allroundtalent betrachtet, das mehr kann als nur ein leckeres Gericht  verfeinern.

Kokosöl macht die Haare schön

Aufgrund des hohen Gehalts an Laurinsäure gehört das Kokosnussöl zu den Laurinölen und bildet aufgrund seiner Eigenschaften oftmals die Basis für Shampoos. Das Kokosöl verfügt über eine feuchtigkeitsspendende Wirkung und einen kühlenden Effekt, wobei es allerdings kaum in die Haut eindringt. In Asien hat das Kokosnussöl als Haarpflegemittel bereits eine lange und sehr vielfältige Tradition.

Besonders in Indien ist das Kokosnussöl sehr begehrt, erzählte mir eine dort lebende Bekannte. Inderinnen sind bekannt für ihr wunderschönes und glänzendes Haar. Selbst sehr langes Haar sieht dort gesund, dicht und strahlend aus. Für viele Inderinnen gehört es zur Routine, das Haar ein oder zweimal die Woche zu waschen und es dann an der Luft trocknen zu lassen. Zudem setzen Inderinnen bei der Haarpflege verstärkt auf Öl-Kuren. Zu den verwendeten Ölen gehört ebenso das erwähnte Kokosnussöl.

Gerade für strapaziertes Haar ist eine Anwendung mit Kokosnussöl eine wahre Wohltat. Durch Stylen und den Einsatz von Hitze wie beim Föhnen oder Glätten entsteht Spliss, das Haar wirkt trocken und spröde und verliert einfach seinen natürlichen Glanz. Weiterhin kann ebenso die Kopfhaut strapaziert werden, was sich durch ein unangenehm juckendes Gefühl äußert oder die Kopfhaut sogar zum schuppen neigt. All dies sind Symptome, die eine Behandlung mit Kokosnussöl nahelegt.

Der Einsatz von Kokosnussöl ist weder besonders zeitaufwendig noch kompliziert. Dafür jedoch umso effektiver für schöne Haare. Zuerst sollte das Haar wie gewohnt gewaschen und gründlich ausgespült werden. Das Öl wird in die noch feuchten Haare einmassiert, vorzugsweise ausschließlich in die Spitzen, da diese die meiste Pflege benötigen. Dazu einfach das Kokosnussöl in den Händen verteilen. Wenn es in der Verpackung eine feste Konsistenz hat, wird es durch das Verreiben in den Handflächen weich und flüssig. Für die Spitzen reicht schon eine kleine Menge, etwa so viel, wie man mit der Fingerspitze aufnehmen kann. Das Kokosnussöl einfach gleichmäßig einkneten und ausreichend lange einwirken lassen. Wenn die Möglichkeit gegeben ist, kann das Kokosnussöl auch über Nacht einziehen, ansonsten genügt auch eine Einwirkzeit von etwa einer Stunde. Danach muss das Öl wieder gründlich ausgespült und das Haar erneut mit Shampoo ausgewaschen werden. Eine Über-Nacht-Einwirkung kann auch als Haarkur regelmäßig eingeführt werden.

Aber nicht nur bei glanzlosem Haar und porösen Spitzen ist Kokosnussöl einsetzbar. Wer unter Schuppen leidet, kann mit dem Öl ebenso positive Effekte erzielen. Dazu kann vor einer Haarwäsche etwas Kokosnussöl in die Kopfhaut einmassiert werden. Eine mehrmalige Anwendung pro Woche empfiehlt sich hier. Das Öl etwa eine Stunde einwirken lassen und dann wie gewohnt die Haar waschen.

Bei der Auswahl des Kokosnussöls zur Haarbehandlung sollte darauf geachtet werden, dass es sich um reines Öl handelt. Das heißt, dass das Produkt  unbehandelt und naturbelassen sein sollte. In diesem Fall wurden keinerlei Verarbeitungsprozesse durchlaufen, die dem Kokosnussöl die wichtigen und charakteristischen Nährstoffe entzogen haben. Freunde der natürlichen Haarpflege sollten sich daher nach kaltgepresstem Kokosnussöl umsehen, welches schonend verarbeitet wurde. Dieses Öl darf nicht gebleicht oder gar raffiniert sein. Am besten fragt man nach reinem Bio-Kokosöl.

Ende Teil 1

Teil 2 wenden wir uns der Hautpflege zu…

Fotoquelle: © geografika – Fotolia.com

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